Leistungsbeschreibung und Berechnungsgrenzen
Version 2026-10-22-draft-4 · Arbeitsfassung
1. Kostenlose Demo
Die öffentliche Demo umfasst eine eindimensionale Schwindungsrechnung, einen Stückkostenvergleich zweier Fertigungsvarianten und eine überschlägige Kapazitätsplanung. Insgesamt sind drei erfolgreiche Berechnungen pro Browser-Speicher verfügbar; Werkzeug- und Sprachwechsel setzen dieses gemeinsame Kontingent nicht zurück. Das ist keine geräteübergreifende Kontingentverwaltung; gelöschter oder anderer Browser-Speicher kann den Zähler verändern. Eine Vollversion wird dadurch nicht freigeschaltet.
Eingaben sind das positive Formteil-Nennmaß L, die lineare Schwindung S in Prozent, eine ausdrücklich angenommene symmetrische Variation ΔS in Prozentpunkten und eine symmetrische Bauteiltoleranz ±T in Millimetern. Beispielwerte sind keine Materialempfehlung.
2. Definition und Rechenweg
S = 100 × (LWerkzeug − LFormteil) / LWerkzeug. Daraus folgt LWerkzeug = L / (1 − S / 100). Der Formteilbereich bei festem Werkzeugmaß reicht von LWerkzeug × [1 − (S + ΔS)/100] bis LWerkzeug × [1 − (S − ΔS)/100]. Dieser Bereich wird mit [L − T, L + T] verglichen. Die Ausgabe erfolgt gerundet; intern wird ungerundet gerechnet.
Die Demo setzt 0 ≤ S − ΔS und S + ΔS < 100 %, ΔS ≥ 0 sowie 0 ≤ T < L voraus. Die angenommene Variation ist keine aus Messdaten bestimmte Standardabweichung. Es werden keine Cpk-/Ppk-Werte und keine statistischen Prozessfähigkeitsnachweise erzeugt.
3. Grenzen
Das Modell beschreibt einen skalaren Zusammenhang. Es berechnet keine lokale Faserorientierung, örtliche Nachdruckwirkung, Kristallisation, Feuchteaufnahme, Nachschwindung, thermische Werkzeugdehnung oder dreidimensionale Verformung. Die Übertragung eines Datenblattwerts auf ein reales Bauteil ist vom Anwender bzw. im Projekt zu prüfen. Messzustand, Zeitpunkt und Temperatur müssen zu den verwendeten Daten passen.
Ein Ergebnis innerhalb des angenommenen Toleranzbands ist keine Zusicherung, dass reale Formteile die Toleranz einhalten. Unzureichende Eingangsdaten, ungeeignete Modelle, Messunsicherheit oder veränderte Prozessbedingungen können zu Abweichungen führen. Vereinbarte Leistungs- und Mängelrechte werden dadurch nicht ausgeschlossen.
3a. Stückkosten- und Variantenrechner AE CostCalc
Das Beratungswerkzeug berechnet ausschließlich Material- und Maschinenkosten je Gutteil aus kundenseitig eingegebenen Annahmen. Eingaben sind Materialeinsatz je Formteil in Gramm (einschließlich anteiligem Anguss), Materialpreis in EUR/kg, Zykluszeit in Sekunden, Maschinensatz in EUR/h, ganzzahlige Kavitätenzahl, Ausschussanteil und ganzzahlige Jahresmenge an Gutteilen.
Mit Gutteilquote q = 1 − Ausschuss/100 gilt: Materialkosten = (Materialeinsatz/1000 × Materialpreis)/q; Maschinenkosten = (Zykluszeit × Maschinensatz)/(3600 × Kavitäten × q). Die Summe ergibt Kosten je Gutteil. Ausbringung = 3600/Zykluszeit × Kavitäten × q. Maschinenstunden = Jahresmenge/Ausbringung. Jahreskosten = Kosten je Gutteil × Jahresmenge. Die Differenz B − A je Gutteil und der absolute Jahreskostenunterschied werden ausgewiesen. Eine rechnerisch günstigere Variante ist keine technische Empfehlung.
Es werden keine gesonderten Ansätze für Personal, Werkzeugamortisation, Rüsten, Gemeinkosten, Steuern, Anguss-Recycling oder Kapazitätsverluste getroffen. Kosten, die bereits im eingegebenen Maschinensatz enthalten sind, wirken über diesen Satz. Beide Varianten müssen fachlich vergleichbar sein; Qualität, reale Prozessfähigkeit und Maschineneignung werden nicht geprüft. Dies ist eine überschlägige Kalkulationshilfe, kein verbindliches Fertigungsangebot und keine Zusicherung erreichbarer Kosten.
3b. Kapazitäts- und Schichtrechner AE CapacityCalc
Das Werkzeug vergleicht eine jährliche Gutteilmenge mit einem vereinfachten Schichtmodell für gleichartige, parallel verfügbare Maschinen. Eingaben sind Jahresmenge, Zykluszeit, Kavitäten, Ausschuss, Arbeitstage, Schichten pro Tag, Stunden je Schicht, Maschinenzahl, Stillstandanteil und gewünschte Zeitreserve. Prozessannahmen können aus einer zuvor berechneten CostCalc-Variante übernommen werden; eine Änderung der Eingaben erfordert eine neue Berechnung. Die Übernahme allein verbraucht keine Demo-Berechnung.
Ausbringung je laufender Maschine = 3600/Zykluszeit × Kavitäten × (1 − Ausschuss/100). Geplante Schichtstunden = Arbeitstage × Schichten × Schichtstunden × Maschinenzahl. Verfügbare Stunden = geplante Schichtstunden × (1 − Stillstand/100). Nach Reserve nutzbare Stunden = verfügbare Stunden × (1 − Zeitreserve/100). Benötigte Stunden = Jahresmenge/Ausbringung. Auslastung = benötigte/verfügbare Stunden × 100. Freie Stunden werden vor Abzug der Zeitreserve ausgewiesen und können bei Überlastung negativ sein. Jahreskapazitäten werden aus Ausbringung × Stunden ermittelt und auf ganze Gutteile abgerundet. Der rechnerische Maschinenbedarf ist der aufgerundete Quotient aus benötigten Stunden und den nach Reserve nutzbaren Stunden je gleichartiger Maschine.
Die Zeitreserve ist ein zusätzlicher Abschlag nach dem Stillstand. Pro Tag sind höchstens 24 Schichtstunden zulässig. Der Bedarf an Maschinen ist eine Modellgröße, keine Kauf- oder Einsatzempfehlung. Personal, Rüst- und Auftragsreihenfolgen, Wartungsfenster, Materialversorgung, Werkzeugverfügbarkeit, Parallelisierung einzelner Aufträge sowie tatsächliche Prozess- oder Maschineneignung werden nicht geprüft. Das Ergebnis ist keine Produktionsfreigabe, keine echte Ablaufplanung und keine Zusicherung lieferbarer Jahresmengen.
3c. Lokale Demo-Projektmappe und Bericht
Bis zu drei bereits berechnete Ergebnisse können mit den jeweiligen Eingaben, einem Projektnamen und Notizen im lokalen Browser-Speicher abgelegt werden. Eine gespeicherte Momentaufnahme kann erneut angesehen und als HTML-Bericht heruntergeladen werden; das verbraucht keinen weiteren Demo-Versuch und schaltet keine neuen Berechnungen frei. Eingabeänderungen im Rechner ändern gespeicherte Ergebnisse nicht. Der Bericht übernimmt Modellgrenzen und einen vom Browser erzeugten Zeitstempel; er ist weder ein serverseitiger Nachweis noch ein validierter Simulationsbericht oder eine Produktionsfreigabe.
Es gibt keine Cloud-Synchronisierung, keinen Dateiimport und kein Kundenkonto für diese Mappe. Das Löschen von Browserdaten kann sie entfernen. Der Besucher ist für die Sicherung seiner heruntergeladenen Datei verantwortlich. Projektangaben und Ergebnisse können in den Text einer unverbindlichen E-Mail-Anfrage übernommen werden. Die Übernahme versendet nichts und bestätigt keine Vertragsbedingungen.
3c. AE FrameLab 1.0 · Ergänzung vom 24.10.2026
Die Produktvorschau umfasst zusätzlich eine lineare ebene Rahmen-FEM für schlanke Balken. Sie nutzt dasselbe lokale Kontingent wie die anderen AE-Werkzeuge. Knoten, Lagerungen, Einzelkräfte, Momente, konstante lokale Querlasten und E/A/I/c je Element sind festzulegen. Einheiten: N, mm, MPa. Berechnet werden Verschiebungen, Lagerreaktionen, Schnittgrößen und Randfaser-Normalspannungen aus axialer Beanspruchung und Biegung. Verformungsmaxima werden abgetastet und sind näherungsweise.
Vorausgesetzt werden kleine Verformungen und linear-elastisches Verhalten. Schubverformung, Torsion, Knicken, Plastizität, Ermüdung, Kontakt, 3D-Volumenkörper und regelwerksbasierte Festigkeitsnachweise werden nicht abgedeckt. Die Software erteilt keine Bauteilfreigabe, Sicherheitsbewertung oder Zertifizierung. Analytische Referenztests prüfen die Implementierung; kundenspezifische Validierung und fachlicher Review bleiben gesondert zu vereinbaren. JSON-/CSV-Export erfolgt lokal im Browser. Die Übernahme in eine Anfrage überträgt noch keine Daten an AE.
4. Vollversion
Funktionsumfang, Werkstoffquellen, Datenqualität, Projekte, Berichte, Nutzerrechte, Laufzeit, Export und Support werden im Angebot beschrieben. Die vollständige Rechner-Datei ist nicht Teil dieser öffentlichen Demo. Preise und Freischaltung sind noch nicht eingerichtet. Eine anfragbare Funktion ist nicht allein durch ihre Nennung bereits verfügbar.
5. Simulation und Beratung
Der Cloud-Simulationsdienst befindet sich in Entwicklung. Ein Simulationsauftrag wird erst nach Prüfung von Solver-Eignung, Modellumfang, Datenverfügbarkeit und Ressourcen angenommen. Geschuldet sind nur ausdrücklich vereinbarte Analysen und Ergebnisse. Leistungsmerkmale wie Füllung, Bindenaht, Lufteinschlüsse, Kühlung oder Verzug werden einzeln festgelegt, nicht pauschal vorausgesetzt.
Eine Simulationsvereinbarung benennt mindestens Bauteil und Geometriestand, Materialmodell und Datensatz, Randbedingungen, Netz- und Solverannahmen, Konvergenz- und Auswertekriterien, Validierungsumfang, vereinbarte Ergebnisdateien, Unsicherheiten und Grenzen der Verwendung. Produktions- oder Sicherheitsfreigaben bedürfen einer gesonderten ausdrücklichen Vereinbarung.
6. Verantwortlichkeiten
Der Anbieter schuldet die fachgerechte Bearbeitung des vereinbarten Umfangs und die vereinbarte Qualität. Der Kunde stellt geeignete Daten bereit und führt erforderliche betriebliche Prüfungen und Freigaben durch. Ein pauschales „ohne Gewähr“ ersetzt diese Abgrenzung nicht. Es gelten die vereinbarten Haftungsregeln und zwingende gesetzliche Rechte.